Endspurt für Eigenheim & Mieter: Rauchwarnmelderpflicht bis Ende 2017

Rauchwarnmelderpflicht Bayern

Die Frist zur Rauchwarnmelderpflicht läuft Ende 2017 ab

Die Bayerische Bauordnung, Art. 46 Absatz 4, führte am 23. Juli 2013 die Rauchwarnmelderpflicht für Wohnräume, Kinderzimmer, Schlafräume und Flure ein. Bis zur praktischen Umsetzung wurde den bayerischen Haushalten eine Frist eingeräumt. Die Nachrüstungsfrist läuft am 31. Dezember 2017 aus. Bis dato müssen alle Wohnungen über funktionierende Rauchwarnmelder verfügen. Ziel der kleinen Helfer ist die Abwendung von Sach- und Personenschäden durch Brand innerhalb eines Gebäudes.

In Bayern sind Mieter wie die Eigennutzer selbst, im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern, für das Nachkommen dieser Pflicht verantwortlich. Die Kosten für Anschaffung, Wartung und Überprüfung sind, insofern der Vermieter diese nicht freiwillig übernimmt, vom Mieter somit selbst zu tragen. Ratsam ist es also, sich vor Ablauf der Frist zu informieren und mit seinem Vermieter gegebenenfalls Rücksprache zu halten, um den gesetzlichen Pflichten fristgerecht nachzukommen.

Auch für jeden zukünftigen Immobilienerwerb und jede Neuanmietung wird sich spätestens mit dem Umzug die Frage nach Brandmeldern erneut stellen. Eine sinnvolle Konvention, die zum Schutze aller ist.

Die Funktionsweise und Installation von Rauchwarnmeldern

Oftmals kommen sogenannte optische oder photoelektrische Rauchmelder zum Einsatz. Bei Ihnen werden feinste Rauchpartikel in der Luft nach dem Streulichtverfahren wahrgenommen. Da klare Luft kein Licht reflektiert, löst die optische Kammer des Rauchmelders erst aus, wenn Partikel von einer Infrarot-LED im inneren des Melders festgestellt werden. Die Installation sollte grundsätzlich an der höchsten Stelle im Raum erfolgen, da der Rauch nach oben steigt. Nur dadurch ist die bestmögliche Funktionsweise der kleinen Helfer gewährleistet.

Problematisch ist dieses Verfahren allerdings, wenn Wasserdampf ins innere des Rauchmelders gelangt. Die kleinen Wasserpartikel – auch Aerosol genannt – brechen, ähnlich wie Rauch, den Lichtstrahl im Inneren des Gehäuses. Folglich kann es schnell zu Fehlalarmen kommen. Daher ist von der Rauchwarnmelderpflicht die Installation in Küche und Bad ausgenommen.

Von günstig bis teures Smart Home Accessoire

Rauchwarnmelderpflicht

Neben den im Handel überall erhältlichen „Volks-“Rauchmeldern hat die Branche im Zeitgeist vom „Smart Home“ Potential erkannt. So gibt es die kleinen Melder mittlerweile auch mit vielen zusätzlichen Features, um zum Beispiel ein funkvernetztes System aus Rauchmeldern in den eigenen vier Wänden zu errichten. Diese miteinander kommunizierenden Geräte geben einen gemeldeten Brand an alle anderen verbundenen Melder weiter, um alle im Haus befindlichen Personen über einen Brand zu alarmieren. Ein weiterer Pluspunkt in Sachen Schutz für die gesamte Familie. Auch Temperatur und Bewegungen im Raum können viele dieser intelligenten Systeme aufzeichnen und komfortabel vom Eigentümer am Smartphone abgelesen werden.

Regelmäßige Wartung sichert die Funktionsweise der Rauchwarnmelder

Genauso wichtig wie Anschaffung und richtige Installation der Rauchwarnmelder ist die regelmäßige Wartung. Viele Melder bieten mittels einer Taste die Möglichkeit, die Funktionstüchtigkeit schnell und unkompliziert manuell zu prüfen. Je nach Hersteller werden hier Prüfintervalle von einem Monat bis einmal jährlich empfohlen. Sogenannte Prüfsprays simulieren Rauch und können zusätzlich verwendet werden, um die tatsächliche Funktion zu überprüfen.

Vor dem Kauf sollte auf jeden Fall in Erfahrung gebracht werden, wie lange die Lebenszeit der verbauten Batterien ist. Im Handel werden Rauchwarnmelder angeboten, die eine 10-Jahres Batterie verbaut haben. Oftmals sind diese Melder jedoch nach ihrer Lebenszeit komplett auszutauschen, da die hier zum Einsatz kommenden Batterien fest verbaut sind.

Gute Beratung als sichere Voraussetzung

Eine gute Beratung ist beim Kauf unumgänglich. Den eigenen Anforderungen kann man sich bewusst werden, wenn man die folgenden Fragen im Vorfeld klärt. Wie viele Rauchwarnmelder muss ich anschaffen, um meiner Pflicht nachzukommen? Ist eine Einbindung in vorhandene Smart Home Strukturen sinnvoll oder reicht ein normales Modell? Wie wartungsintensiv ist der Rauchwarnmelder? Ist die Stromquelle fest verbaut und wie lange ist der Lebenszyklus?

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